Zur MEMRI-Debatte
„Selective MEMRI“ - der in diesem Wortspiel auf den Punkt gebrachte Vorwurf des englischen Journalisten Brian Whitaker steht nach wie vor im Raum. INAMO hatte in Ausgabe #31, Herbst 2002, S. 47f. einen in der englischen Tageszeitung The Guardian erschienen Artikel Whitakers übersetzt, um damit ein Fragezeichen hinter die Arbeit der deutschen Dependance von MEMRI zu setzen. Die Reaktion damals kam prompt und ist in der nachstehenden Sammlung von Beiträgen aus INAMO zum Thema wiedergegeben.
MEMRI will »informieren und zu der hiesigen Berichterstattung über Hintergründe und Zusammenhänge beizutragen«. MEMRI will »Entwicklungen und Kontroversen in der arabischen Welt transparent« machen und dadurch zu einer »zusätzlichen Perspektive und zu einem tieferen Verständnis« beitragen. Die Wirklichkeit des Informationsangebots von MEMRI steht dazu allerdings in einem derartigen Kontrastverhältnis, dass nachhaltig hinterfragt werden muß, ob dies schlicht Naivität seitens der Mitarbeiter oder tatsächlich die subtil lancierte und wohldurchdachte Propaganda ist, als die es erscheint. Propaganda bedeutet in MEMRIs Falle aus unserer Sicht pro-israelisch und anti-arabisch sowie anti-muslimisch intendierte Desinformation.
Die Webseite von MEMRI ist unter www.memri.de zu erreichen.
Nachstehend haben wir die bisher in INAMO erschienenen Beiträge zur MEMRI-Debatte zusammengestellt.
| »Selective Memri« Deutsche Version des Artikels von Brian Whitaker, The Guardian, 12. August 2002 (in: inamo #31/Herbst 2002) |
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| »Yigal Carmon. Ein Leben für die Besatzung« Beitrag des Islamwissenschaftlers Henner Kirchner zu Yigal Carmon, Präsident von MEMRI (in: inamo #32/Winter 2002). Dieser Beitrag enthält einige geschwärzte Passagen. Herr Yigal Carmon hat mit anwaltlicher Hilfe versucht, die Verbreitung des Beitrags zu unterbinden. In einer aussergerichtlichen Einigung haben INAMO e.V. und Herr Yigal Carmon, vertreten durch seine Berliner Anwälte, vereinbart, die beanstandeten Passagen zu schwärzen. |
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| Stellungnahme MEMRIs Stellungnahme der MEMRI-Berlin Mitarbeiter Mirjam Gläser und Götz Nordbruch zur Veröffentlichung der deutschen Version von Brian Whitakers »Selective Memri« in INAMO #31 (in: inamo #32/Winter 2002). |
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| Erklärung der Inamo-Redaktion Erklärung vom 11. Februar 2003. |
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| »Eine Präzisierung« Beitrag von Christopher Hayes, Mitherausgeber und Redakteur von INAMO zur MEMRI-Debatte (in: inamo #32/Winter 2002). |
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| Gegendarstellung Gegendarstellung Yigal Carmons zum Beitrag von Henner Kirchner (in: inamo #33/Frühjahr 2003). |
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| Mittler oder Zensor – MEMRI, das umstrittene Informationsbüro. Beitrag von Mohammed El Oifi, Politologe am Institut d‘études politiques de Paris und eine Stellungnahme von Yigal Carmon. (in: inamo #44/Winter 2005). |
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| MEMRI.org a tool of enlightenment or incitement? Beitrag von Schirin Fathi, wissenschaftliche Assistentin am Arbeitsbereich Islamwissenschaft des Asien-Afrika-Instituts der Universität Hamburg (in: inamo #44/Winter 2005). |
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Weitere Beiträge zur MEMRI-Debatte:
| Whitaker vs. Carmon Veröffentlichung der E-Mail-Debatte zwischen Brian Whitaker und Yigal Carmon (in: The Guardian, 28. Januar 2003). |
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| »Ein Feind des Friedens« Beitrag von Armin Köhli zur MEMRI-Debatte in INAMO (in: Die WochenZeitung WOZ vom 6. Februar 2003). |
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| »Warum das Berliner Memri nicht in Frieden leben kann.« Beitrag von Knut Mellenthin (Quelle: http://www.anis-online.de/mediendatenbank/briefe9.htm#030816). |
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| Berichterstattung der Deutschen Arbeitsgemeinscahft Naher Osten e.V. über den Versuch MEMRIs, INAMO per Klageandrohung von der Verbreitung eines Artikels über Yigal Carmon abzuhalten. (Quelle: DAVO-NACHRICHTEN Heft 17 vom August 2003). |
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| www.juancole.com Zahlreiche aufschlussreiche Beiträge zum Thema »Cherry-Picking« und Memri finden sich im Weblog »Informed Comment« des US-amerikanischen Historikers Juan Cole. Juan Cole wurde in gleicher Weise wie INAMO mit dem Versuch Memris konfrontiert, politische Gegner mangels Argumenten per Klageandrohung finanziell anzugehen in der Hoffnung, diese durch finanziellen Ruin mundtot zu machen. |
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| »Ein kostenloser Wachhund!« Beitrag von Maarten Jan Hijmans (Quelle: Zem Zem, 3/2005). |
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| »Arabic under Fire« Beitrag von Brian Whitaker (Quelle: Comment is Free, 15. Mai 2007). |
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