Inamo im Profil
Während des Zweiten Golfkriegs 1991 waren durch das Nachrichtenmonopol des amerikanischen Militärs die Massenmedien fast gleichgeschaltet und lieferten ein oft bis zur Karikatur verzerrtes Bild über den Nahen und Mittleren Osten. Diese Erfahrung veranlaßte uns, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und Erlangen, eine Zeitschrift herauszugeben, die abseits aller Klischees über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur der Region berichten sollte.
Als Trägerverein wurde 1994 das Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten - abgekürzt INAMO - gegründet. Anfang 1995 erschien das erste Heft. INAMO war damit die erste von Regionalfachleuten, aber nicht nur für Fachleute konzipierte Zeitschrift, die ein interessiertes Publikum mit Analysen, Reportagen, Berichten und Interviews kompetent über die Hintergründe dessen informiert, was in der Region geschieht.
Mehr als 250 Autorinnen und Autoren schrieben bislang für INAMO, darunter viele international renommierte Wissenschaftler, Publizisten und Journalisten aus Deutschland, Europa, den USA und vor allem aus der Region selbst.
INAMO fühlt sich ausschließlich dem Prinzip der Humanität und dem Gedanken der Menschenrechte verpflichtet und keinen bestimmten politischen oder ideologischen Strömungen: So kamen bei den Schwerpunkten zu Israel (Heft 13/1998) und zu Palästina (Heft 23/24 2000) jeweils palästinensische und israelische Autoren zu Wort.
INAMO erscheint, seit nunmehr über elf Jahren, vierteljährlich. Jedes Heft hat einen Schwerpunkt, der entweder thematisch, z.B. Globalisierung und Bildung, Wasser, Medien, Militär und Gesellschaft, oder landerspezifisch angelegt ist. Ergänzt wird der Schwerpunkt durch einen allgemeinen Teil und ab Heft 26 auch durch einen Nachrichtenblock in Form von Kurzmeldungen.
Zu den Lesern zählen neben Fachwissenschaftlern und Journalisten auch immer mehr interessierte Laien; daneben gehören auch zahlreiche NGOs, die im Bereich Menschenrechte und Asyl arbeiten, sowie Institute und Bibliotheken zu den Abonnenten.
INAMO wird von zahlreichen in Deutschland lebenden Wissenschaftlern, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten aus dem Irak, dem Libanon, dem Iran, aus Syrien und Tunesien unterstützt, die zum Teil auch aktiv mitarbeiten.
INAMO ist politisch und wirtschaftlich unabhängig; die gesamte Arbeit wird ehrenamtlich geleistet.