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Marokko

by chayes last modified 26.09.2007

2007

25.09.07// AP – Heftige Proteste wegen der Brotpreiserhöhung (30%) veranlassten die Regierung die Brotpreiserhöhung rückgängig zu machen. Es gab Zusammenstöße mit der Polizei, Autos beschädigt usw. Die Regierung traf sich zu einer Notsitzung in der Innenminister Chakib BEnmoussa die Erhöhung rückgäng machte. Die letzten Proteste wegen des Brotpreises fanden 1981 statt, es gab damals Hunderte von Toten. Die Regierung sagt, dass die Erhöhung mit den weltweit steigenden Weizenpreisen zusammenhängt. Ein Grund ist der Anbau von Pflanzen aus denen Biokraftstoff hergestellt wird. So wird die Anbaufläche von Weizen reduziert.

09.09.07// thenews.com.pk - Die moderate islamistische Partei GErechtigkeit und Entwicklung (PJD) hatte weniger Stimmen bekommen als erwartet. Der stellvertretende Führer der Partei, Lahcen Daoudi sagte in Rabat: “SChmutziges Geld ist in das Wahlsystem geflossen. Wir haben Beweise und werden etwas unternehmen…es ist nicht nur traurig für uns, es ist traurig für die marokkanische Demokratie.“ Daoudi später zu seinen Unterstützern, das beste was hätte passieren können, wären 55 Sitze gewesen (jetzt haben sie 42), aber erwartet hatten sie wohl 70 Sitze. Malik Jeddaoui, ein Kampagnenmanager der Socialist Union of Popular Forces (USFP), Koalititonspartner in der kommenden Regierung: “Wenn sie Beweise haben für Korruption, dann müssen sie sie den Justizbehörden übergeben.“ In Marokko gibt es ein komplexes Wahlsystem, das es fast unmöglich macht, dass irgendeine Partei die Mehrheit bekommt. Die wirkliche Macht bleibt natürlich beim König. Er ist der höchste Staatsvertreter, Militärchef und religiöser Führer. Viele Marokkaner sind skeptisch bezüglich der Wahlen, sie meinen, dass die Kandidaten, die gewonnen hätten, sowieso ganz schnell ihre Forderungen vergessen würden, ihre Mobilnummer wechseln würden und dann untertauchen würden.

16.01.07// Washington Post. Der Chefredakteur des Magazins Nichane (WIe es ist), Driss Ksikes und sein Reporter Sanaa al-Aji werden vor einem marokkanischen Gericht veruteilt, weil sie Straßenwitze über Religion und Politik abdruckten. Sie wurden zu drei Jahren GEfängnis auf Bewährung verurteilt und zu einer Geldstrafe von jeweils 9,280 Dollar. Die Witze stünden im Gegensatz zur Tradition und zur Moral. Der Herausgeber des Journals und der französisch-sprachigen TelQuel, Ahmed R. Benchemsi, sagte, daß sie schon zuvor sensible Themen gebracht hätten, sogar einen Artikel, der einige Details zu den Finanzen des Königs zum Inhalt hatte, ohne daß etwas passiert wäre. „Ich wünschte ich wüßte, wo die rote Linie ist…Ich hätte niemals gedacht, daß das Abdrucken von Witzen so ist, als ob man auf eine Landmine tritt, und ich bin ein Experte für Landminen, ich lege sie seit 5 Jahren aus,“ so Benchemsi. Bei einem Witz wurde ein Prophetengefährte veräppelt. Ihm wurde klar gemacht, daß er bestimmt dazu sei, ewig in der Hölle zu verbringen. Der „heilige Mann“ gerät in Panik. Dann kam die „Einblendung“: Lächle, hier ist Versteckte Kamera (Candid Camera).“

Dezember 2005

19.12.05// Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll in allen Grundschulen Marokkos Amazigh gelehrt werden. Ein weiterer Schritt, die Rechte der Amazigh (Berber) anzuerkennen.

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