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Somalia

by chayes last modified 27.05.2008

26.05.08// AP. 410 km südlich von Mogadishu (Buale und Sakow) wurde von der Luftwaffe bombardiert. Es ist bis jetzt unklar, welcher Nationalität die Jets waren. Die somalische Regierung hat keine Luftwaffe, die äthiopische Luftwaffe hat bisher keinen Lufteinsatz unternommen. Bleibt also nur die USA, die in den letzten Monaten solche Lufteinsätze geflogen hat. Die Sprecherin der US Navy (Navy Central Command in Bahrain, commander Lydia Robertson, sagte, dass sie keine Informationen hätte über den Einsatz der Luftwaffe in Somalia. Das Gebiet von Buale und Sakow ist kaum bevölkert, es gibt dort Kamel- und Ziegenherden. Duale Ganane, ein Kommandeur der örtlichen Miliz sagte: Wir sahen kurze Sekunden vor den drei großen Explosionen im Dschungel von Buale ein Licht.“ US-Vertreter bestätigten einen Luftangriff am 1. Mai, bei dem Aden Hashi Ayro, Chef des militärischen Flügels der Somalischen Islamisten, umkam (mit 24 anderen).

AI-Bericht über Kriegsverbrechen in Somalia 06.05.08// AP. Amnesty International: Äthiopische Truppen in Somalia “slit throats of civilians, gouged out eyes, gang-raping women. Die Äthiopische Regierung meinte, dass der Bericht von ai unausgeglichen sei und "categorically wrong." AI sagt, dass alle beteiligten Parteien dieses Krieges Kriegsverbrechen begangen hätten. Aber äthiopische Truppen, die eigentlich im Land sind um Somalias UN-unterstützter Regierung Rückhalt zu geben, werden für einige der brutalsten Gewaltakte verantwortlich gemacht. Die somalische Regierung hatte äthiopisches Militär angefordert, um die Islamisten zu bekämpfen. AI hat Berichte, dass die Truppen Menschen wie Ziegen schlachten, einem Kind wurde vor den Augen seiner Mutter die Kehle durchgeschnitten. Dazu der äthiopische Informationsminister Berhanu Hailu: „total unbegründet“. „Sie müssen kommen und selbst die Realität sehen. Sie können nicht von außerhalb berichten und sagen das ist so passiert.“ AI spricht von 6000 Zivilisten, die getötet wurden, 600 000 flüchteten seit einem Jahr aus der Hauptstadt Mogadishu. "The people of Somalia are being killed, raped, tortured. Looting is widespread and entire neighborhoods are being destroyed," so Michelle Kagari, Amnesty's deputy director for Africa. Der Bericht von AI enthält die Aussagen von 75 Zeugen. „Die Berichte, die wir bekommen, lassen vermuten, dass Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit von allen Konfliktparteien gemacht wurden.”

14.12.07// Junge Welt. "Zahlreiche Menschen wurden am Donnerstag in Mogadischu getötet, als Unbekannte den Bakara-Markt mit Artillerie beschossen. Zunächst war von neun Toten, dann von 13 die Rede. Die Zahl wird sich vermutlich noch erhöhen. Mindestens 40 Menschen wurden mit zum Teil lebensgefährlichen Verletzungen in Krankenhäuser der somalischen Hauptstadt eingeliefert. Der Bakara-Markt ist der wichtigste Einkaufsplatz für die Bewohner Mogadischus. Der Markt und das umliegende Viertel gelten als Hochburg der oppositionellen Islamisten und des Hawije-Clans, der in der Hauptstadt vorherrschend ist und der Übergangsregierung ebenfalls überwiegend feindlich gegenübersteht. Razzien und Überfälle der äthiopischen Besatzungstruppen und der Regierungsmilizen auf den Markt sind seit Monaten an der Tagesordnung. Er wurde von den Äthiopiern schon mehrfach mit Mörsern beschossen, meist offenbar als Reaktion auf Angriffe aus dem Stadtteil. Ein Sprecher des Ministeriums für Staatssicherheit gab gegenüber der Nachrichtenagentur A P am Donnerstag zu, daß 80 % des Landes nicht unter Kontrolle der Übergangsregierung stehen. Diese hat kein demokratisches Mandat, sondern wurde im Jahr 2004 von der Afrikanischen Union und von der UNO eingesetzt. Die Übergangsregierung hält sich nur mit Hilfe von Soldaten aus dem traditionell verfeindeten Nachbarland Äthiopien an der Macht. Deren Zahl wird auf über 20000 geschätzt. Ihr Einsatz beschränkt sich bisher aber im wesentlichen auf Mogadischu und die Sicherung ihrer Nachschubwege. In den vergangenen Tagen wurden Kämpfe aus Mittel- und Südsomalia gemeldet, was die Aussage des Ministeriumssprechers unterstreicht. Für die Auseinandersetzungen gibt es unterschiedliche Ursachen. Neben gezielten Angriffen bewaffneter Islamisten gibt es auch regierungsfeindliche Aktionen, die keinen »großen« politischen Hintergrund haben, sondern sich aus lokalen Konflikten ergeben. So wurden am vorigen Sonntag die Regierungsmilizen aus der Stadt Bule Burte, 220 Kilometer nördlich von Mogadischu, vertrieben, weil es Streit zwischen der Bevölkerung und dem Provinzgouverneur um die Steuern gab. Außerdem nehmen in dem weitgehend unregierten Land Kämpfe zwischen den Clans und Subclans zum Beispiel um Wasservorkommen und Weidegebiete zu."

24.11.07// Junge Welt - Somalia hat einen neuen Regierungschef. Präsident Abdullahi Jusuf ernannte am Donnerstag den 69jährigen Nur Hassan Hussein, auch bekannt als Nur Adde, zum Ministerpräsidenten. Das Parlament muß der Ernennung noch zustimmen; das gilt jedoch als unproblematisch. Nur Addes Vorgänger Mohammed Gedi war am 29. Oktober nach monatelangen Auseinandersetzungen mit Präsident Jusuf zurückgetreten. Nur Adde stammt wie Gedi aus dem Hawije-Clan, der in der Hauptstadt Somalia vorherrschend ist. Das entspricht einer vereinbarten Machtteilung – Präsident Jusuf gehört dem zweitgrößten Clan Somalias, den Darod, an, die im Nordosten des Landes überwiegen. Der Hawije-Clan steht mehrheitlich in Opposition zu Jusuf und vor allem zu den äthiopischen Besatzungssoldaten, auf die er sich stützt. Anders als Gedi, der nicht das Vertrauens seines Clans hatte, haben sich Hawije-Sprecher jetzt positiv über Nur Adde geäußert. In Mogadischu kam es zu Freudenkundgebungen. Betreiber kleiner Imbisse gaben Freiessen aus. Der neue Ministerpräsident begann seine Laufbahn in den 50er Jahren, noch unter italienischer Kolonialherrschaft, im Polizeidienst. Später besuchte er Polizeiakademien in Italien und den USA und studierte schließlich in Italien Jura. Unter dem autoritär regierenden Präsidenten Siad Barre brachte Nur Adde es bis zu einer Position, die der eines stellvertretenden Generalstaatsanwalts entsprach. Nach Barres Sturz 1991 übernahm Nur Hassan Hussein die Leitung des somalischen Roten Halbmonds, die er bis zur Übernahme der Regierungsführung behielt. Sein Büro befand sich in Nairobi, der Hauptstadt des Nachbarlands Kenia. Dieser Umstand erleichterte es ihm, sich aus dem Bürgerkrieg und den Parteikämpfen in Somalia weitgehend herauszuhalten. Er gilt weithin als ein neutraler, keiner Fraktion besonders verbundener Mann. Daran knüpfen sich Hoffnungen, daß er in der Lage sein könnte, auf die Opposition zuzugehen und einen Dialog anzubahnen. Weder Präsident Jusuf noch das in der Provinzstadt Baidoa tagende Parlament sind demokratisch gewählt. Sie wurden mit Unterstützung der Afrikanischen Union und der UNO auf einer internationalen Konferenz eingesetzt, die 2004 in Kenia stattfand. Die ersten Wahlen sollen im Jahr 2009 stattfinden. Nach einem dieser Tage veröffentlichten UNO-Bericht erleidet die Bevölkerung Somalias zur Zeit die schlimmste humanitäre Katastrophe des afrikanischen Kontinents. Rund eine Million Menschen sind auf der Flucht, davon Hunderttausende ohne Obdach. Allein in diesem Jahr sind 600000 Flüchtlinge neu hinzugekommen, überwiegend aus Mogadischu, wo die äthiopischen Truppen seit Dezember 2006 vergeblich versuchen, den bewaffneten Widerstand, der von großen Teilen der Bevölkerung unterstützt wird, zu zerschlagen. Neben den Kämpfen sind auch Dürre und Überschwemmungen Ursachen der Fluchtbewegungen. Aufgrund des Kriegs ist die Versorgung durch internationale Hilfsorganisationen weitgehend zusammengebrochen.

23.11.07// AFP – 64 afrikanische Migranten, darunter drei Kinder, die von Somalia aus in den Jemen wollten, ertranken im Golf von Aden. Jemenitische Fischer und die Küstenpolizei versuchten, nachdem das Boot gekentert war, die Menschen zu bergen. 25 konnten an die Küste schwimmen. 49 Tote wurden aus dem Wasser geholt, 15 wurden später gefunden, sie waren an die Küste geschwemmt worden. Die Migranten waren Teil einer Gruppe von 120 Menschen, die vom somalischen Hafen Bosasso, Hauptstadt von Puntland, der halbautonomen Region im Nordosten des Landes. Der UNHCR schätzt, dass dieses Jahr ungefähr 20 000 Menschen versucht haben den Golf von Aden zu überqueren, um in den Jemen zu kommen. 439 Menschen sollen umgekommen sein, 489 werden vermisst.

19.11.07// Der von den Islamisten geführte Widerstand wächst und wird aggresiver. Man geht in Mogadischu gegen äthiopische Truppen und die Peacekeeper der African Union vor. In den letzten drei Wochen wurden möglicherweise mehr als 100 Menschen getötet. Letzten Sonntag feuerten zwei Rebellengruppen auf die Ugandischen Soldaten der Friedenstruppe, drang in ihre Basis ein, wurden dann aber vertrieben. Der Angriff viel zusammen mit einem Aufruf des Islamisten Adan Hashi Ayro, im Internet, gegen die peacekeepers vorzugehen. Die UNO schätzt, dass seit dem 27. Oktober 173000 Menschen auf der FLucht sind. Zusätzlich zu den 330 000, die bereits die Hauptstadt verlassen haben. Ahmedou Ould-Abdullah, the UN secretary general's special representative for Somalia, bezeichnete dies als Afrikas schlimmste menschliche Katastrophe. Vom Guardian interviewte Menschen, meinten, dass die Aufständigen zunehmend starker würden. Die Wut und die Bedingungen, die es möglich machten, dass eine islamistische Bewegung eine “Gang of warlords” schlug und die Macht in Mogadischu übernahm wie im letzten Jahr, würde sich jetzt wiederholen. "We are on a merry-go-round and it's back to 2006," sagte ein Analyst. Die Aufständischen würden nicht nur physisch starker sondern würden auch moralische Stärke entwickeln.

14.08.07// Reuters – Die somalische Regierung will in Mogadischu eine “Grüne Zone” im Bagdad-Stil einrichten, um Regierungsbeamte und ausländische Besucher vor Angriffen zu schützen, so Premierminister Ali Mohamed Gedi. Islamische Aufständische bekämpfen Gedis Regierung und seine äthiopischen Verbündeten, nachdem sie aus Mogadischu vertrieben wurden. Anfang des Jahres starben Hunderte und Tausende flohen bei den Kämpfen. Gedi meinte, dass die Mission der African Union (AU), die gerade mal 1600 ugandische Soldaten bereitgestell hätte statt geforderte 8000, nicht ausreichen würde.

25.07.07// Junge Welt. “Aus Mogadischu wurde am Dienstag eine neue Fluchtwelle gemeldet. Innerhalb einer Woche, so die Vereinten Nationen, hätten nach Schätzungen des ¬UNHCR (Flüchtlingshilfswerk der UN) 10000 Menschen die somalische Hauptstadt verlassen. Die neue Fluchtwelle ist Ergebnis der wochenlangen Militäraktionen, mit denen äthiopische Besatzungstruppen und Milizen der »Übergangsregierung« im Vorfeld der am 15. Juli eröffneten »Nationalen Versöhnungskonferenz« jeden Widerstand ausschalten wollten. Hauptziel ständiger Razzien ist der größte Markt der Stadt und das umliegende Viertel, das als Hochburg der Opposition gilt. Dadurch wurde auch die Geschäftstätigkeit immer wieder lahmgelegt. Ergebnis: Verknappung der ohnehin unzureichenden Lebensmittel, Preissteigerungen um bis zu hundert Prozent. Viele Bewohner Mogadischus sind sogar zur Flucht zu arm, darunter mindestens 3000 Obdachlose. Sie wurden von der »Übergangsregierung« gewaltsam aus nicht genutzten öffentlichen Gebäuden entfernt, in denen sie zum Teil schon seit über zehn Jahren gelebt hatten. Bei den Kämpfen zwischen Februar und Mai hatten äthiopische Truppen mit Artillerie und Panzerkanonen große Teile Mogadischus zerstört. Nach Schätzungen der UNO flüchteten über 400000 Menschen. Nur etwa 125000 seien zurückgekehrt, so das UNHC…“

10.07.07// Gulf News. Flüchtlinge sterben in großer Zahl bei ihren Versuchen den Golf von Aden von Somalia zum Jemen zu überqueren. Während der ersten 6 Monate von 2007 sind ungefähr 367 Menschen gestorben, 118 sind noch vermißt. Letztes Jahr waren es 266 Tote. Viele die ihr Leben verloren wurden von Schmugglern gezwungen auszusteigen während sich das Schiff noch in tiefen Gewässern befand. So mußten sie zur Küste schwimmen. Dies sagte Jenifer Pagonis, die Spercherin des UNHCR. Andere wurden von den Schmugglern zu Tode geprügelt oder von Haien attackiert, nachdem sie von Bord geworfen wurden.

15.06.07// Junge Welt. (Knut Mellenthin) Am Donnerstag hätte in Somalia die seit Monaten angekündigte »Nationale Versöhnungskonferenz« zur Beendigung des Bürgerkriegs beginnen sollen. Doch am Mittwoch gab die »Übergangsregierung« bekannt, daß die Konferenz auf den 15. Juli verschoben ist. Als Grund werden »unvorhergesehene Umstände« angegeben. Außerdem hätten einige Clans um mehr Zeit für die Wahl ihrer Delegierten gebeten. Seit die »Übergangsregierung« Ende Dezember vorigen Jahres mit Hilfe äthiopischer Truppen die Macht an sich gerissen hat, verspricht sie eine »Versöhnungskonferenz«. Sie soll mehrere Monate dauern und bis zu 3000 Vertreter aller relevanten gesellschaftlichen Kreise zusammenführen. So jedenfalls die Theorie. In Wirklichkeit stand von Anfang an fest, daß die wichtigste Oppositionskraft, die fundamentalistische Union der Islamischen Gerichte (UIC), ausgesperrt bleiben soll. Die Konferenz hätte ursprünglich schon am 16. April beginnen sollen, war aber wenige Tage vorher um zwei Monate verschoben worden. Grund: die schlechte Sicherheitslage in der Hauptstadt Mogadischu. Es folgte in der zweiten Aprilhälfte der Angriff der äthiopischen Besatzungstruppen und der Regierungsmilizen auf mehrere Stadtteile Mogadischus, die vom oppositionellen Hawije-Clan dominiert wurden. Angeblich sollten dadurch bessere Voraussetzungen für die »Versöhnungskonferenz« geschaffen werden. Bei den Kämpfen legte das äthiopische Militär durch Panzer- und Artilleriefeuer die Hälfte der Stadt in Trümmer. Nach UNO-Schätzungen flüchteten über 400000 Menschen aus Mogadischu. Nur rund ein Viertel von ihnen sind inzwischen zurückgekehrt. Viele fürchten sich vor Verfolgung durch die »Übergangsregierung«. Außerdem wurde die ohnehin schlechte Infrastruktur der Hauptstadt durch die äthiopischen Angriffe weitgehend zerstört. …“Die UIC hat dazu aufgerufen, die Konferenz zu boykottieren. Einer der Führer der Union, Scharif Scheikh Ahmed, erklärte am Dienstag, vor dem Beginn von Versöhnungsgesprächen müßten »einige sehr wichtige Schritte« erfolgen. Erstens müßten die äthiopischen Truppen Somalia verlassen. Zweitens müsse ein »geeigneter Ort« für die Verhandlungen vereinbart werden. Und drittens müsse »eine neutrale Partei« die Rolle des Vermittlers übernehmen. Die UIC hat sich inzwischen mit Kräften, die früher die »Übergangsregierung« unterstützten, zu einem Oppositionsbündnis zusammengeschlossen. (siehe auch inamo Nr. 49/2007)

15.05.07// 400 000 Menschen fliehen vor den Kämpfen in Mogadischu, der Hauptstadt Somalias. Nach Aussagen des UN-Vertreters ist die Lage schlimmer als in Darfur. Hilfsorganisationen sagen, daß in den letzten zwei Monaten ungefähr ein Drittel der Bewohner der Stadt vor den Kämpfen zwischen islamistischen Militanten, die von unzufriedenen Clankämpfern unterstützt werden und den Truppen der Übergangsregierung, die von Äthiopien unterstützt werden, geflohen seien. Der UN-Koordinator John Holmes meinte, was die Anzahl der Menschen beträfe, die auf der Flucht sind und die Schwierigkeit ihnen zu helfen, sei die Krise in Somalia schlimmer als in Darfur oder Tschad. .In Darfur sind seit vier Jahren zwei Millionen Menschen aus ihren Dörfern geflüchtet. Die Geschwindigkeit und die Anzahl bei diesem Exodus aus Mogadischu macht dringend Hilfe notwendig. Die Flüchtenden, meist Frauen, Kinder und ältere Menschen kampieren in den Feldern um Mogadischu, ohne Unterkunft, Nahrungsmittel, sauberes Wasser oder Medizin.

03.05.07// AP. Der neue Bürgermeister, Mohammad Dheere, ein ehemaliger Warlord, sagte, daß die Zeit für Terroristen in Somalias Hauptstadt vorbei sei. Mohamed Dheere war 16 Jahre warlord wurde jetzt zum Bürgermeister von Mogadischu ernannt. Seine Ernennung stellte seinen Clan zufrieden. Aber es hat auch einiges damit zu tun, mit der Ruhe der letzten Tage, mit dem Sieg über die AUfständischen, die von der Regierung Terroristen genannt werden. Clanstreitigkeiten und der Aufstand islamistischer Militanter haben in der letzten Zeit (zwischen dem 12. März und dem 26 April) 1670 Menschen das Leben gekostet. Von den Bewohnern der Stadt (2 Mio.) flüchteten 340 000. Als Mitglied eines großen Clans, der sich bei der Interimsregierung beschwerte, weil er nicht berücksichtigt wurde, wird es Dheere nun möglich sein, Clanmitglieder zu holen, um Mogadischu zu befrieden. „Wir werden die Terroristen und Banditen in der Stadt niederschlagen“, sagte er gegenüber AP. Dheere kooperierte lange mit der CIA, um al-Qaida Aktivisten in der Hauptstadt zu jagen. Dheeres Ernennung durch den Interimspräsidenten Abdullahi Yusuf, kann ein großer Schritt sein, um Claninteressen zufriedenzustellen, die oft für die Kämpfe verantwortlich waren. Einige der älteren führenden Leute von Dheere s Hawiya Clan sprachen anonym mit AP und meinten, daß sie nicht notwendigerweise die islamischen Extremisten unterstützt hätten, beim Kampf gegen die Regierung. Doch, als Yusuf an die Macht kam, sagten sie, bestand kein Grund von ihnen zu erwarten, daß sie ihre Autorität aufbieten um die Gewalt zu unterdrücken. Als ob Yusuf zugehört hätte. Kürzlich bekamen Dheere und zwei andere Hawiye Mitglieder, ebenfalls ehemalige Warlords, hohe Posten. Für nächsten Monat ist eine Friedenskonferenz geplant.

21.04.07// Dailystar.com.lb In der eritreischen Hauptstadt Asmara gaben die drei somalischen Führer, Scheich Sharif Ahmad, Minister Husain Aided und der ehemalige Sprecher Sharif Hassan Scheich Aden eine Stellungnahme. Darin heißt es, daß die äthiopischen Truppen sich friedlich zurückziehen sollen, wenn nicht würden die Somalis sie aus dem Land treiben. Die USA sieht Eritrea als Unterstützer des Aufstandes in der somalischen Hauptstadt, der gerade wieder begonnen hat und 30 Tote und 200 Verwundete forderte. Etritrea hat das verneint. Äthiopische Soldaten haben vergangenen Freitag die Straßen nach einem Selbstmordattentat abgesperrt. Die UNO warnte vor einer menschlichen Katastrophe, wenn die Toten weiterhin in den Straßen herumliegen.

03.04.07// AP. Nairobi. – CIA und FBI Agenten, die al-Qaida-Militante am Horn von Afrika jagen, haben Terrorverdächtige aus 19 Ländern in geheimen Gefängnissen in Äthiopien gefoltert, so eine Untersuchung von Associated Press. Menschenrechtsgruppen, Anwälte und westliche Diplomaten behaupten, daß 100te von Gefangenen, eingeschlossen Kinder und Frauen, in den letzten Monaten geheim und illegal von Kenia und Somalia nach Äthiopien geschafft wurden. Unter den Gefangenen würden sich ein US-Bürger, einige Bürger aus Kanada, Schweden und Frankreich befinden, so eine muslimische Menschenrechtsgruppe in Kenia. Die äthiopische Regierung verneint dies alles. AP befragte US-Politiker, die meinten, daß sich die amerikanischen Agenten nach dem Gesetz richten würden. Die Gefangenen seien nie im Gewahrsam der USA gewesen, so der FBI-Sprecher Richard Kolko. Er meinte weiterhin, daß amerikanischen Agenten von verschiedenen Regierungen am Horn von Afrika die Erlaubnis bekommen hätten, die Gefangenen zu befragen. Dies im Kontext FBI’s counter-terrorism work.

30.03.07// www.wadanka.com/. “Hier haben wir eine der wenigen Nachrichtenagenturen, die die UNO auf Trab hält...die UNO unterstützt eine Regierung in Somalia, die von einem Präsidenten geführt wird, der offen zugibt, daß er die Stadtteile bombardieren will. Die Stellungnahme des Präsidenten der Transitional Federal Government in einem Interview mit Voice of America´s Somali Service am 21. März 2007, lautete: ‚Jawohl wir werden zivile Stadtteile bombardieren…Jeder Ort, von dem aus eine Kugel (auf uns) abgeschossen wird, werden wir bombardieren, wer sich auch immer dort befinden mag.’ Dies ist also der Mann, den die US-Regierung und die UNO heute in Somalia unterstützt. Offensichtlich war das keine leere Drohung, denn große Teile Mogadischus sind durch Artilleriegeschosse platt gemacht worden. Sie regneten auf die zivile Bevölkerung nieder, als ob die Luftwaffe einen Bombenteppich abgeworfen hätte. Dies ist ein Kriegsverbrechen und die UNO unterstützt dies monetär und politisch…

15.01.07// fr-online. Nairobi - Bei den Luftangriffen auf mutmaßliche Stellungen von Islamisten in Somalia sind einer Hilfsorganisation zufolge 70 Nomaden getötet worden. Die Opfer seien im Bezirk Afmadow zu beklagen gewesen, berichtete die britische Gruppe Oxfam am Freitag unter Berufung auf einheimische Partnerorganisationen. Die USA hatten am Montag einen Luftangriff auf vermutete Stellungen der Extremistengruppe al-Qa´ida in Somalia geflogen. Auch das mit der somalischen Übergangsregierung verbündete Äthiopien attackierte fliehende Islamisten aus der Luft an. In Mogadischu erklärten sich nach Regierungsangaben mehrere somalische Clan-Führer zur Entwaffnung bereit. Ihre Milizen sollen der Vereinbarung vom Freitag zufolge in die Regierungstruppen integriert werden. "Die Warlords und die Regierung sind übereingekommen, bei der Wiederherstellung des Friedens in Somalia zusammenzuarbeiten", erklärte ein Regierungssprecher. Die Einigung sei bei einem Treffen von fünf Clan-Führern mit Präsident Abdullahi Yusus zustande gekommen.

29.12.06// Reuters. Auch am zweiten Tag der Sitzung des Sicherheitsrats der UNO kommt keine Entscheidung für ein schnelles Ende des Krieges in Somalia zustande. Diesmal insistierte Qatar darauf, daß auch äthiopische Truppen das Land verlassen müßten. Qatar kämpft hart darum, daß in der Erklärung des SR gefordert wird, daß „alle ausländischen Truppen sich sofort aus dem Territorium von Somalia zurückziehen müssen und innerhalb Somalias keine Militäroperationen mehr durchführen.“ US Ambassador Alejandro Wolff sagt, daß ein äthiopischer Rückzug das Problem nicht lösen würde. Es besteht Konsens im SR, daß das Problem behandelt wird, ohne die Angelegenheit offen beim Namen zu nennen. Die USA hat Unterstützung für die äthiopische Offensive in Somalia signalisiert.

17.05.06// WP: die USA sei still und heimlich wieder nach Somalia zurückgekehrt und unterstütze säkulare Warlords, die gegen islamische Gruppen um die Kontrolle von Mogadischu kämpfen. Der Sprecher des State Department, Sean McCormack, sagte, die USA würden „mit verantwortlichen Individuen arbeiten um den Terror zu bekämpfen…Terror greift um sich im Horn von Afrika.“ MP Ali Mohamed Gedi in einem Interview: „Dies ist ein gefährliches Spiel. Somalia ist kein stabiler Ort und wir wollen, daß die USA in Somalia ist. Aber auf konstruktive Weise…die USA benutzt die falschen Kanäle.“

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