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Sudan

by chayes last modified 06.08.2007

2007

05.08.07// Africa.reuters.com – Die sudanesischen Behörden haben über 1000 Frauen und Kinder freigelassen, die in Khartum inhaftiert waren wegen der Herstellung und wegen des Verkaufs von Alkohol. Nach der im Norden angewandten Scharia ist dies ein Verbrechen. Nach dem Friedensabkommen zwischen dem muslimischen NORden und dem christlich und animistischen Süden des Landes wird versucht die Anwendung der Scharia auf die in der Hauptstadt lebenden Südsudanesen zu relativieren. Joshua Dau Dew, der Vorsitzende der Kommission zum Schutze der Rechte von Nichtmuslimen in Khartum, gegenüber Reuters: Auf Antrag der Kommission seien 847 Frauen und 158 Kinder freigelassen worden. Die Scharia wurde für den halbautonomen Süden abgeschafft, gilt aber noch im Norden. Ungefähr zwei Millionen Südsudanesen leben in den Slums der Hauptstadt. Hunderte von südsudanesischen nichtmuslimische Frauen wurden wegen der Alkoholherstellung und wegen des Verkaufs festgenommen. Es ist aber oft die einzige Möglichkeit die Kinder zu ernähren. Die Ehemänner sind meist tot, die Familien durch den Krieg separiert oder haben keine Möglichkeit Arbeit zu finden. Die Frauen sind gezwungen, wenn sie niemand anders haben, ihre Kinder mit ins Gefängnis zu nehmen. Letzes Jahr erließ Präsident, Omar al-Bashir, eine Amnestie, aber ein Jahr später war das Gefängnis wieder voll. Dew, sagte, daß er in den Süden gereist wäre, um die Angelegenheit mit der halbautonomen Regierung zu besprechen. Es bestünden nur zwei Optionen, entweder sie werden – auf freiwilliger Basis - in den Süden zurückgeholt oder es müssen Maßnahmen getroffen werden, die ihre Lebensbedürfnisse befriedigen. Das Wahlrecht gilt f[r den Süden erst ab 2011.

11.06.07// WP— Die sudanesische REgierung hat still und heimlich mit dem CIA in Sachen “Aufstand im Irak” zusammengearbeitet. Heimlich kooperiert die US-Regierung mit dem Sudan, öffentlich verdammt sie Massaker in Darfur. Präsident Bush sprach vom GEnozid und drohte der Regierung in Khartoum mit Sanktionen, die aber nie umgesetzt wurden, weil eben die “fruchtbare Geheimdienstarbeit” noch weiter betrieben wurde. Bezüglich der Menschenrechte gehören gerade der Sudan und Uzbekistan zu den „Pariastaaten“, aber in der post-September 11 Zeit, wird wohl mit allen, die willig sind zusammengearbeitet. Der Sudan wurde wohl nützlich für die USA, weil im Sudan militante islamische Militante auf ihrem Weg in den Irak und Pakistan Zwischenstopp machten. Dies hat der sudanesische Geheimdienst ausgenutzt um Agenten in den Irak einzuschleusen. Sudanesische Spione waren oft in einer besseren Situation, um über al-Qaida oder über andere militante Organisationen Informationen zu sammeln. „Es gibt nicht viel“, so ein ehemaliger CIA Mitarbeiter, der sich in der Sudanconnection (mit dem CIA) auskennt, „was ein blonder, blauäugiger Offizier aus den USA im Mittleren Osten machen kann. Und er kann auch nichts im Irak tun…Die Sudanesen können dahin gehen, wo wir nicht hingehen können, sie sind Araber.“

2006

19.09.06// The Guardian. Der Konflikt in Darfur forderte bis jetzt ziwschen 170 000 und 255 000 Tote, in den ersten 31 Monaten. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung von zweier Professoren. Die Zahl enthält nicht die Toten nach den Gewalttätigkeiten, die ausbrachen, als das Friedensabkommen vom Mai keine Dauer mehr hatte. Professor Hagan und Professor Alberto Palloni benutzten die Daten, die die World Health Organisation und Médecins sans Frontières in 48 Flüchtlingslagern 19 Monate lang gesammelt hatten. Die Analyse enthält nicht die Zahlen der vermißten Menschen. Die höchste Schätzung von 255 000 kam durch Befragung von Familien zustande, über die Zahl der Verwandten, die gestorben sind. Es kommt zwar eine unkorrekte Zahl dabei heraus, wenn man sie mit der der Gesamtbevölkerung vergleicht, oder wenn Doppelzählungen stattfinden. Aber man hat auch die Familien befragt, über die Zahl der toten Kinder unter 5 Jahren. Was wiederum zu Unterschätzungen führt, weil ganze Familien ausgerottet wurden. Deshalb wird die Zahl 170 000 als wahrscheinlicher angesehen. Die Professoren sorgen sich über die Haltung des US-State Departments, die die Zahl der Toten unterschätzen.

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